Mit 3,4 Promille am Steuer: Lkw kracht in Kaiserslautern gegen Hauswand
Kaiserslautern – Ein schwerer Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden hat sich am Mittwochmorgen (22. Juli 2026) im Kaiserslauterer Stadtteil Erfenbach ereignet. Ein 58 Jahre alter Lkw-Fahrer kam mit seinem Sattelzug von der Straße ab und krachte gegen ein Wohnhaus. Bei der anschließenden Unfallaufnahme machten die Polizeibeamten eine brisante Feststellung: Der Fahrer hatte laut Atemalkoholtest 3,4 Promille.
Der Mann war nach Angaben der Polizei mit seinem Sattelzug auf der Jahnstraße in Richtung Erzhütten unterwegs. An der Ecke zur Schulgartenstraße verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das schwere Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Der Lkw prallte schließlich gegen eine Hauswand.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde nicht nur das unmittelbar betroffene Gebäude beschädigt. Herumfliegende Fahrzeugteile trafen außerdem die Mauer eines benachbarten Grundstücks. Zusammen mit den Schäden am Sattelzug schätzt die Polizei den entstandenen Gesamtschaden auf mindestens 60.000 Euro.
Zunächst bestand die Befürchtung, dass der 58-Jährige bei dem Unfall verletzt worden sein könnte. Der alarmierte Rettungsdienst untersuchte den Fahrer vor Ort, konnte jedoch Entwarnung geben. Der Mann blieb nach Angaben der Polizei unverletzt.
Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Einsatzkräfte allerdings deutlichen Alkoholgeruch bei dem Lkw-Fahrer. Ein daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,4 Promille. Der Führerschein des 58-Jährigen wurde sichergestellt. Zudem musste er eine Blutprobe abgeben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
Während der Unfallaufnahme und der aufwendigen Bergung des Sattelzugs musste die Straße zeitweise gesperrt werden. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen. Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den Lastwagen samt Auflieger. Gegen 13 Uhr konnte die Straße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.
Da der Lkw direkt gegen das Gebäude geprallt war, wurde außerdem ein Statiker hinzugezogen. Er überprüfte die Stabilität des beschädigten Hauses. Nach seiner Begutachtung bestand keine akute Einsturzgefahr, sodass keine unmittelbaren Sicherungsmaßnahmen erforderlich waren. JETZT den neuen Blaulichtreport Rheinland-Pfalz WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)




