Altstadt-Kompliment mit Folgen: 84-Jähriger ruft Frau (29) Anzüglichkeiten nach

Kaiserslautern – In der Kaiserslauterer Altstadt hat ein Vorfall am Mittwochvormittag (4. März 2026) für ein Ermittlungsverfahren gesorgt – und zeigt einmal mehr, dass vermeintlich „flotte Sprüche“ schnell ernste Folgen haben können.

Nach Angaben der Polizei rief ein 84-jähriger Mann in der Steinstraße einer vorbeigehenden 29-jährigen Frau anzügliche Bemerkungen hinterher. Die Passantin ließ das jedoch nicht einfach auf sich sitzen und meldete den Vorfall kurz darauf auf einer Polizeidienststelle.

Gemeinsam mit einer Streife machte sie sich anschließend auf die Suche nach dem mutmaßlichen Urheber der Zurufe – mit Erfolg. In der Altstadt konnte der Senior identifiziert werden. Die Beamten stellten seine Personalien fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung auf sexueller Grundlage ein.

Der Vorfall dürfte dem Mann nun deutlich machen, dass vermeintlich scherzhaft gemeinte Kommentare auf offener Straße längst nicht mehr als harmloser Zeitvertreib gelten. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass anzügliche Zurufe, Hinterherpfeifen oder ähnliche Verhaltensweisen unter Umständen strafbar sein können.

Sogenanntes „Catcalling“ sei kein Spaß, sondern für Betroffene oft belastend, betonen die Beamten. Entsprechend appelliert die Polizei, die persönlichen Grenzen anderer zu respektieren – und im Zweifel lieber einmal mehr den Mund zu halten. Wer sich belästigt fühlt oder eine entsprechende Situation beobachtet, kann sich jederzeit an die Polizei wenden. JETZT den neuen Blaulichtreport Rheinland-Pfalz WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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