Schreckmoment in Konz: Spielzeugwaffen sorgen für Großeinsatz

Konz – Ein vermeintlicher Bedrohungseinsatz hat am Mittwochabend (17. Mai 2026) in Konz ein Großaufgebot der Polizei auf den Plan gerufen. Mehrere Zeugen hatten gegen 19:30 Uhr gemeldet, dass sich in der Max-Planck-Straße mehrere Personen mit Gewehren bedrohen würden. Zudem seien Schussgeräusche zu hören gewesen.

Aufgrund der unklaren Lage rückten Einsatzkräfte mehrerer Polizeidienststellen in Schutzausrüstung an. Als die Beamten eintrafen, hatten sich die mutmaßlich bewaffneten Personen bereits in ein nahegelegenes Gebäude zurückgezogen. Nach Aufforderung der Polizei verließen schließlich drei Männer freiwillig das Gebäude und wurden von den Einsatzkräften kontrolliert.

Wie sich wenig später herausstellte, handelte es sich bei den vermeintlichen Schusswaffen um sogenannte Gel Blaster. Dabei handelt es sich um Spielzeugwaffen, die täuschend echt aussehen und kleine Gelkugeln verschießen können. Zusätzlich simulieren manche Modelle echte Schussgeräusche. Nach Angaben der Beteiligten habe es sich bei dem Geschehen lediglich um ein Spiel gehandelt. Ein dritter Mann war nach ersten Erkenntnissen nicht daran beteiligt.

Für die Beteiligten könnte der Vorfall dennoch Konsequenzen haben. Bei der Kontrolle fanden die Beamten bei einem 31-Jährigen außerdem eine Schreckschusspistole, für deren Mitführen ihm die erforderliche Erlaubnis fehlte. Zudem ist das öffentliche Führen sogenannter Anscheinswaffen grundsätzlich verboten. Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Gleichzeitig warnen die Beamten eindringlich davor, täuschend echt aussehende Waffen in der Öffentlichkeit zu benutzen. Solche Situationen könnten jederzeit als reale Bedrohung eingestuft werden und zu gefährlichen Polizeieinsätzen führen. JETZT den neuen Blaulichtreport Rheinland-Pfalz WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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