Streifenwagen nimmt unfreiwilliges Bad im Talbach
Offenbach-Hundheim im Kreis Kusel erlebte am Montagmittag (26. Januar 2026) einen eher ungewöhnlichen Polizeieinsatz – mit deutlich mehr Wasser als sonst. Ein Funkstreifenwagen der Polizei Lauterecken verließ die Talstraße nicht planmäßig, sondern landete wenig später im Talbach. Statt Blaulicht spiegelte sich plötzlich das Sonnenlicht auf der Wasseroberfläche rund um das Einsatzfahrzeug.
Im Wagen saßen eine 23-jährige Polizeibeamtin und ihr 43-jähriger Kollege. Beide wurden vorsorglich vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, konnten dieses nach ersten Erkenntnissen jedoch unverletzt wieder verlassen. Die Streife war zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Einsatzfahrt unterwegs – allerdings ohne eingeschaltetes Blaulicht und ohne Martinshorn, also eher im Alltagsmodus als im Verfolgungsrausch.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen könnte eine nicht angepasste Geschwindigkeit im Kurvenbereich dafür gesorgt haben, dass der Streifenwagen den vorgesehenen Straßenverlauf verfehlte. Der Talbach erwies sich dabei als deutlich weniger nachgiebig als der Asphalt daneben. Das Fahrzeug musste später mit Hilfe eines Abschleppwagens aus dem Bachbett geborgen werden.
Am Polizeiauto entstand nach ersten Einschätzungen vermutlich ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Unfallaufnahme übernahm die Polizei im Kreis Kusel – aus Gründen der Neutralität, wie es offiziell heißt. Der Talbach hingegen floss nach dem kurzen Intermezzo unbeirrt weiter, während der Streifenwagen seine aktive Dienstzeit wohl beendet hat. JETZT den neuen Blaulichtreport Rheinland-Pfalz WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)





