Tollwut bei Hund in Rheinland-Pfalz nachgewiesen
Hochdorf-Assenheim. Deutschland galt seit Jahren als frei von Tollwut bei bodenlebenden Tieren wie Hunden, Füchsen oder Wölfen. Nun ist im benachbarten Rheinland-Pfalz erstmals wieder ein bestätigter Fall bekannt geworden. In der Gemeinde Hochdorf-Assenheim wurde bei einem Hund Tollwut nachgewiesen – rund 60 Kilometer vom Saarland entfernt.
Das betroffene Tier war am 25. Januar verendet. Eine anschließende Untersuchung bestätigte eindeutig eine Tollwutinfektion. Nach Angaben der zuständigen Behörden war der Hund legal aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland eingeführt worden, konkret aus Russland. Den mitgeführten Papieren zufolge soll das Tier zum Zeitpunkt der Einreise fast acht Monate alt gewesen sein, zudem war es gechipt, gegen Tollwut geimpft und verfügte über einen sogenannten Titer-Nachweis, der die Wirksamkeit der Impfung belegen sollte.
Die Untersuchung des verstorbenen Hundes ergab jedoch, dass das tatsächliche Alter bei der Einreise offenbar deutlich unter dem in den Dokumenten angegebenen lag. Damit ist der vorgelegte Titer-Nachweis nach Angaben einer Tierarztpraxis nicht gültig. Bei dem Titer-Test handelt es sich um eine Blutuntersuchung, mit der der Gehalt spezifischer Antikörper gemessen wird, um den bestehenden Immunschutz zu überprüfen. Welpen dürfen frühestens im Alter von zwölf Wochen gegen Tollwut geimpft werden und erst ab einem Mindestalter von 15 Wochen in die Europäische Union einreisen.
Da diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall nicht erfüllt waren, wird die Einfuhr des Hundes als illegal eingestuft. Besonders brisant: Mit dem gleichen Transport sollen weitere Tiere nach Deutschland gelangt sein. Diese werden nun untersucht, um mögliche weitere Infektionen auszuschließen. Nach aktuellem Stand kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diesem Weg auch Welpen ins Saarland gebracht wurden.
Die Behörden beobachten den Fall mit erhöhter Aufmerksamkeit und weisen darauf hin, wie wichtig die strikte Einhaltung der Einfuhr- und Impfbestimmungen ist, um eine erneute Ausbreitung der gefährlichen Viruserkrankung zu verhindern. JETZT den neuen Blaulichtreport Rheinland-Pfalz WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)





